30.10.2016

Doitschä! Ässt Doitschäs Gemööse! Auch am Sonntach.

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Und immer wenn Euch das Doitschtümeln überkommt: Einmal schwarz-rot-gold in den Mund und kräftig kauen! 
Und schon am nächsten Tag werdet  Ihr merken, wie schmerzhaft das Absondern brauner Scheisse plötzlich ist. 

25.10.2016

Meuthen hebt ab - aber er ist ehrlich

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Man liests in der Zeitung (Klick) und schüttelt nur noch den Kopf. 

Kann den bedauernswerten Menschen mal jemand in den Arm nehmen, die Tränchen trocknen u nd ein wenig durch die Haare streichen? 

Nää, ich machs nicht! So nah will ich dem nicht kommen.

24.10.2016

SPIEGEL online - volle Breitseite gegen die Demokratie:

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Heute morgen muß ich bei SPIEGEL Online folgendes lesen: 


Kippt Wallonien Ceta, das Freihandelsabkommen mit Kanada?
Heute könnte die Entscheidung fallen. Den Tag über laufen Verhandlungen der EU mit den Belgiern und den Kanadiern. Hier zeigt sich, was passiert, wenn die politischen Kompetenzen wieder in die Staaten und Regionen zurückverlagert werden. Die EU ist dann blockiert und manchmal handlungsunfähig. Europa ist schwach, wenn es nicht Europa sein darf, sondern ein Sammelsurium der Völker sein muss. Wir sind da auf einem Irrweg. Es müsste in die andere Richtung gehen: mehr Souveränität für Europa.

Das schreibt nicht der Praktikant in der Nacht, wo gerade kein Redakteur verfügbar ist - nein, dafür zeichnet ein gewisser Herr Kurbjuweit, ein sogenannter "stellvertretender Chefredakteur" von SpOn. Unfaßbar sowas.

Der Herr Kurbjuweit will also, daß Europa mehr Souveränität erhält. Aber was ist dieses Europa, von dem er spricht: Das sind einige wenige Herren und noch weniger Damen, die -demokratisch völlig unlegitimiert, da nicht vom Volk gewählt- im Namen der Bürger Europas Entscheidungen, gerne im Sinne der Großfinanz, treffen (und sich diese von einem im Prinzip machtlosen Parlament absegnen lassen). Und diesen Oligarchen -anders kann man sie nicht bezeichnen- will der Herr Kurbjuweit also noch mehr Souveränität zugestehen. 

Mehr Souveränität, damit sie "den Märkten", also den neoliberalen Göttern noch mehr Rechte zuweisen, die sie gleichzeitig den Bürgern, also dem eigentlichen Souverän, wegnehmen. Nicht um die Staaten, nicht um die Regionen geht es - es geht um Bürger, die ihre letzten verbliebenen demokratischen Rechte wahrnehmen!

Und genau diese Rechte will der Herr stellvertretende Chefredakteur von SPIEGEL-online dem dummen Volk wegnehmen, dem Volk das vielleicht doch nicht ganz so dumm ist und sein SPIEGEL-Abo überdenkt, wenn es sowas lesen muss.

Sie haben Recht, Herr Kurbjuweit, wenn sie mehr Souveränität für Europa fordern, aber die Situation stellt sich in der Realität anders dar als in Ihrem Kopf: Wir brauchen tatsächlich mehr demokratische Rechte der Bürger - und derart wichtige Entscheidungen müssen zwangsweise vom Souverän getroffen werden. Wir brauchen ein Europa der Bürger, nicht ein Europa der aus Ihren Ländern wegen Unfähigkeit abgeschobenen "Spitzen"politikern, die dem Neoliberalismus und seinen Versprechungen (für die Großen) hinterherhecheln.


Aber so wie Sie das meinen, gießen Sie Wasser auf die Mühlen derer, die Europa abschaffen wollen, denn genau das Europa, das Ihr Ziel ist, ist deren Feindbild. Und Sie werden bald von genau diesen als seriöse Quelle zitiert werden.

So weit ist es also gekommen, daß ein "stellvertretender Chefredakteur" beim SPIEGEL die Abschaffung der letzten demokratischen Restmitsprachemöglichkeiten bei EU-weiten Entscheidungen fordert, damit eine kleine Elite über uns alle herrschen kann. Wenn Augstein das noch erleben müßte ..... 

Ich wünsche mir, daß die Wallonie nicht einknickt - ich wurde ja nicht gefragt. 
Und dann bin ich auf die Schimpftirade von Herrn Kurbjuweit gespannt. 

Edit: Vieleicht war das da http://www.spiegel.de/politik/ausland/ceta-nein-der-wallonie-anmassender-widerstand-kommentar-a-1118035.html dann der Praktikant ...

Und hier kann man unterschreiben: https://www.mehr-demokratie.de/aufruf_wallonien_stoppt_ceta.html

23.10.2016

Kultur zum Sonntach

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Heute mal allerfeinste Musik, was von Mozart, gesungen von der unvergleichzeihlichen Florence Foster Jenkins


Und für den, ders nicht erträgt, gibts


20.10.2016

"gegen Toth und für das Leben"

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Das war das Schlagwort der gestrigen vierten Demonstration vor dem Krankenhaus:
„Viele können viel bewegen, gegen Toth und für das Leben“

 

Auch der Herr Bürgermeister, der nach seinem Auftritt in der Vorwoche und seinem "offenen Brief" möglicherweise eingesehen hat, welches Unheil sein persönliches (Abstimm)verhalten über die Stadt bringen wird, war dabei: Jetzt plötzlich nicht mehr als Vertreter der verantwortlichen Verwaltungsgremien sondern offenbar als Privatmann.
Der Wind von letzter Woche war wohl scharf und kalt (dabei sei die Stimmung doch so "aufgeheizt" gewesen ...) und so hat er sein Mäntelchen in diesen Wind gehängt. Seis drum, kaputtmachen kann er jetzt auch nicht mehr viel. Das hat er bereits durch sein Mitschwimmen mit der schweigenden Mehrheit (anderswo nennt man das "Stimmvieh") zur Genüge getan.

Mehr und mehr zum Thema wird der Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Dr. Andor Toth: 


(Hier sei anzumerken, daß in der STIMME das kleine g in gGmbH gerne vergessen wird - der wahrscheinliche Kernpunkt der Auseinandersetzung!):   

Immerhin hat es der Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Dr. Andor Toth, geschafft, ein erfolgreiches Krankenhaus innerhalb weniger Jahre zu einem Verlustbringer herabzuwirtschaften. 
Genauso hat er es nach übereinstimmenden Aussagen vieler Beteiligter geschafft, ein motiviertes Team kaputtzumachen.
Es wurden (unbestätigte, aber auch nicht wirklich angezweifelte) Vorwürfe laut, daß Patienten in Künzelsau sogar abgewiesen wurden und es kam die Frage auf, ob dies bewußt von Seiten der Geschäftsleitung so angeordnet oder zumindest ... sagen wir: mit Wohlwollen geduldet ist.

Die wichtigen Fragen, die jetzt von Dr.Toth zu beantworten wären, sind:

  •  Wie kann es sein, daß ein effizient wirtschaftendes und in der Region wegen seiner medizinischen Kompetenz hochgeschätztes Krankenhaus unter der Führung eines erfahrenen Krankenhausgeschäftsführers derart herabgewirtschaftet wurde?
  •  Kann es sein, daß der "gemeinnützigen"GmbH (denn dafür steht das kleine g) bewußt Mittel entzogen wurden, die dann in der GmbH des Kooperationspartners aufgeschlagen sind?
  •  Wurden dem Hohenlohekreis auf diese Weise gezielt Gelder entzogen und anderswohin umgeleitet?
  •  Wird und wurde das Krankenhaus in Künzelsau durch diverse Maßnahmen, auch personeller Art, ganz gezielt schlecht gemacht - und in der Öffentlichkeit gezielt sogar noch schlechter dargestellt?
Man kann sich nicht vorstellen, daß ein Geschäftsführer gegebenenfalls an derartigen Machenschaften unbeteiligt sein sollte!
In der freien Wirtschaft schließt der Aufsichtsrat in solchen Fällen übrigens nicht den Betrieb sondern feuert den verantwortlichen Geschäftsführer. Aber hochkant!

Auf eine Beantwortung dieser Fragen werden wir bei der eher nach innen gerichteten Kommunikationsstruktur des Dr.Toth wohl lange warten ... es hat nämlich den Anschein, als hätte Dr.Toth Glück:
Scheint er doch ganz persönlicher Protegée des Landrats Dr.Neth zu sein, der in Personalunion zufällig auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Hohenloher Krankenhaus gGmbH ist.
 

Na, dann kann ja gar nichts mehr schief gehen.
Außer natürlich ... die Rolle des Aufsichtsrats und seines Vorsitzenden würde irgendwann einmal beleuchtet, vor allem im Hinblick auf die Frage, ob den Bürgern des Hohenlohekreises durch die Art der Krankenhausbewirtschaftung Gelder entzogen wurden!

Nur für den Fall, daß wir uns nicht mehr sehen, wünsche ich Herrn Dr.Toth für seine persönliche und berufliche Zukunft bereits jetzt alles Gute. 


(PS: Dran denken: Nächste Woche soll eine Bürgerinititative gegründet werden - näheres folgt) 

Die vorherigen Beiträge zum Thema: 
https://matthiasausk.blogspot.de/search/label/Krankenhaus

17.10.2016

Der sogenannte "Service" bei Telefonica

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Ich habe ja schon öfter über den Service bei den Tochtermarken der Telefonica berichtet. 
Letztens ging dann durch die Presse, daß der Support per e-mail eingestellt wurde und auch nicht wiederkommen wird

Weil nämlich telefonica mal wieder glaubt, besser als der Kunde zu wissen, was was der Kunde will:


O2 Kundenkontakt via E-Mail oder Post?

Du hast Fragen zu O2 oder es gibt irgendein Problem? Dann möchtest du sicherlich nicht warten, bis deine Post an der Adresse von O2 eingetroffen ist oder eine E-Mail Antwort in deinem Postfach angezeigt wird. Deshalb erreichst du unseren Kundenservice komplett in Echtzeit – sei es digital, telefonisch oder im O2 Shop vor Ort.

 [Quelle: https://www.o2online.de/kontakt/?o2_type=top&o2_label=kontakt, 2016-10-16]

(Ich für meinen Teil hätte lieber einen Service, der gerne ein paar Stunden brauchen darf, wenn er denn zuverlässig richtige Antworten liefert. Telefonica sieht das offenbar anders.)

Aber das mit dem nahezu Komplettabbau des Service könnte sich als Bumerang und das mit dem "kommt auch nicht wieder" könnte sich als Fehlschluß herausstellen, denn wie man liest, hat inzwischen hat die Bundesnetzagentur offenbar die Schnauze voll

Hoffentlich.  Und hoffentlich passiert dann mal was.

Hatte ich schon erwähnt, daß ich von telefonica, simyo (inzwischen blau.de) und finetrade auch seit einiger Zeit die Schnauze voll habe? 

16.10.2016

Was zum Sonntach

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These are Cipolla's five fundamental laws of stupidity:
  1. Always and inevitably everyone underestimates the number of stupid individuals in circulation.
  2. The probability that a certain person (will) be stupid is independent of any other characteristic of that person.
  3. A stupid person is a person who causes losses to another person or to a group of persons while himself deriving no gain and even possibly incurring losses.
  4. Non-stupid people always underestimate the damaging power of stupid individuals. In particular non-stupid people constantly forget that at all times and places and under any circumstances to deal and/or associate with stupid people always turns out to be a costly mistake.
  5. A stupid person is the most dangerous type of person.
Corollary: a stupid person is more dangerous than a pillager.
 ( https://en.wikipedia.org/wiki/Carlo_M._Cipolla

14.10.2016

Follow Up zur Bürgermeisterdämmerung

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Wie man der Stimme entnehmen kann, ist unser Bürgermeister jetzt "betroffen". "Betroffen" davon, daß sich Menschen Gedanken machen, was ihre elementare Lebensgrundlage, die Gesundheit nämlich, betrifft. "Betroffen" davon, daß jeder einzelne dazu eine Meinung hat und diese auch zum Ausdruck bringt. Und vor allem "betroffen" davon, daß sie eine andere Meinung haben als er und diese auch lautstark äußern! 
Es sollte ihn tatsächlich jemand in den Arm nehmen und trösten.





Dabei sollte er es doch wissen, daß die Künzelsauer Bürger eine eigene Meinung haben und diese auch deutlich und mit Erfolg zum Ausdruck bringen: Schließlich haben die Künzelsauer schon die rechtsextremistischen Reiseagitatoren aus der Stadt gejagt und das angebliche Badeverbot relativiert.
Und das ohne Mithilfe der "Politik".


Ach ja, die "Politik", wie sie im Hohenlohekreis offenbar immer noch vorherrscht, wo jeder (übrigens von den Bürgern als Interessenvertreter gewählte!) Würdenträger (mancher mag ja auch nur Amtsträger sein) meint, er sei ein Fürst oder doch zumindest ein Freiherr oder ein Baron und dementsprechend in hochherrschaftlicher Manier "vorausschauend" für das Volk regiert, ohne zu informieren ... aber das ist eine andere Geschichte.


Oder auch nicht, denn die Nicht- bzw. Desinformation durch den Landrat Neth und seinen Gefolgsmann Dr.Toth ist ja gerade der eigentliche Grund des Zorns! Es werden keine Fakten veröffentlicht, sondern nur angeblich "alternativlose" Folgerungen aus ... ja, aus was eigentlich? Fakten? PowerPoint-Präsntationen von Lobbyvertretern? Oder was? ... in den Raum gestellt - die dann wenige Monate später über den Haufen geworfen werden, weil plötzlich wieder etwas anderes "alternativlos" daherkommt. 
Und diese Desinformation geht ja gerade so weiter: Statt die neuen Entwicklungen öffentlich zu diskutieren und tragfähige Lösungen (statt Konzepte für Jahrzehnte, die dann so miserabel sind, daß man sie nach wenigen Monaten schon wieder über den Haufen werfen kann), gemeinsam mit den Bürgern zu erarbeiten, geht es im altbewährten Stil und im stillen Kämmerlein weiter.
Und wieder werden Aussagen umgestoßen, plötzlich kommen neue Verhandlungspartner ins Spiel - jegliche Konzepte bleiben im Dunklen, vielleicht gibt es ja auch gar keine Konzepte ... man muß es inzwischen fast annehmen. 
    
Da spielen irgendwelche Herren, darunter die Herren Neth und Dr.Toth in einem großen Spiel um ganz viel Geld mit. Und unser Bürgermeister hat gemeint, daß er mitwürfeln könne beim großen Spiel. Aber die anderen waren zu abgezockt und so ist er als erster Verlierer vom Tisch gegangen. 


Gut möglich, daß als nächster der Landrat Neth vollends ausgenommen ist und den Spieltisch verlassen muß! Faites votre jeu - das Spiel geht nämlich nach dem fast freiwilligen Ausscheiden des Bürgermeisters gerade erst richtig los: Wie es scheint, ist mit den Bürgern und ihrer Gesundheit doch noch so viel Geld zu machen, daß sich gleich mehrere Spieler um das angeblich zwangsweise hochdefizitäre Krankenhaus reißen. Nicht nur die SLK, jetzt plötzlich das DIAK (da fällt mir "Gaildorf" ein), auf der Demo wurden glaube ich noch die "Barmherzigen Brüder" bzw. die Caritas genannt und als weißer Ritter wurde auch die lokale Industrie ins Spiel gebracht (ein Gedanke, der vielleicht schon weiter entwickelt sein mag, als die Politik denkt - die Entscheidungskraft einiger Unternehmer ist ja bekannt). Und dann gibt es ja auch noch die Gerüchte (siehe auch der Stimme-Artikel), nach denen der Standort Öhringen nicht ganz so sicher sein könnte.  
(Beim Herrn Dr.Toth gehe ich davon aus, daß er erstens bei dem Spiel nicht zu den Verlierern gehören wird und zweitens recht bald einen neuen Spieltisch finden dürfte.)

In Wirklichkeit wird mit der Gesundheit der Menschen gespielt, die dafür auch noch das Spielgeld bezahlen dürfen! 

Zurück zur Bürgermeisterdämmerung: 
Jetzt, wo er feststellt, daß und wie man ihn abgezockt hat, muckt der Bürgermeister plötzlich auf und will eigentlich schon immer mit dem Herzen dagegengewesen sein und habe ja nur so irgendwie zwangsweise dafürgestimmt ... das muß man erst einmal verstehen. 
Genauso muß man erstmal verstehen, daß einer für die Heilbronner stimmt, wenn er doch so gar "kein Vertrauen mehr zu den Heilbronnern" (auf diese Idee sind andere früher gekommen) hat. 
Ich jedenfalls verstehe es nicht: Wenn ich einen Vorschlag für bescheiden halte, dann stimme ich nicht einfach so dafür. Dann stehe ich auf und stimme dagegen! Oder sorge zumindest dafür, daß eben nicht direkt abgestimmt wird sondern das Thema erstmal öffentlich auf den Tisch kommt. Wo ist das Problem?
 
Wenn das, was die von den Bürgern gewählten Vertreter beschließen, nicht mehr dem Willen der Bürger und deren Wohl entspricht, dann müssen die Bürger zur demokratischen Notwehr greifen und auf die Straße gehen!
Und dann gehen wir halt raus und zeigen uns! Und dann pfeifen wir gerne einen Politiker aus, der meint, er könnte sich mit verwirrenden Worten aus der ganzen Sache nochmal herauswinden und so tun, als sei er doch schon immer auf der Seite des Guten gewesen.
 
 
Es ist immer noch nicht zu spät!
 Immer Mittwochs, 18:30, vor dem Krankenhaus.

P.S.: Und dann gibts da ja noch den offenen Brief des Bürgermeisters. Da spricht er davon, daß die Stimmung bei der Demonstration am Mittwoch "aufgeheizt" gewesen sei - wie lächerlich ist das denn? "Aufgeheizt", Herr Bürgermeister, geht ganz anders. Die Wortwahl paßt aber vorzüglich ins Bild.

12.10.2016

Bürgermeisterdämmerung ...

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Da stand er nun da, der Herr Bürgermeister, vor vielleicht 250 Demonstranten und Demonstrantinnen. Weil er gemerkt hat, daß ihm auf facebook (warum eigentlich nur auf facebook, Herr Bürgermeister? Die Welt besteht nicht nur aus facebook und außerhalb von facebook gibt es auch eine Welt!) ein scharfer Wind entgegenkommt. 



Schließlich ist es wirklich nicht leicht, dem Wahlvolk zu erklären, warum man als Aufsichtsratsmitglied erst gegen die Schließung gestimmt hat und nur wenige Monate später dafür (dann allerdings als Kreisratsmitglied, denn aus dem Aufsichtsrat war er zwischenzeitlich ausgetreten).

Und so war denn auch der Wind in der Realität sehr kalt, der ihm heute entgegenschlug!

Eine besonders gute Figur hat er nicht abgegeben, der Bürgermeister, indem er nicht wirklich auf seine Rolle als gewählter(!) Verantwortungs- und Entscheidungsträger eingegangen ist sondern mehrfach auf ominöse Personalentscheidungen angespielt hat. Auch sei heutzutage mit einem Krankenhaus kein Geld zu verdienen - ein seltsames Argument, denn es gibt offenbar Betreiber, die sich um Krankenhäuser bzw deren Patienten reißen. Warum tun die das, wenn jeder Patient das Minus ein wenig größer macht?

Geradezu bedauernswert komisch wirkte er, als er darauf verwies, daß seiner Meinung nach das Konzept - für das er im Kreistag gestimmt hat! - nicht nur das Aus für das Künzelsauer Krankenhaus sondern mittelfristig auch für das neu zu bauende Öhringer Krankenhaus den Ruin bedeuten würde. Fast hätte man ihn in den Arm nehmen und trösten wollen, den armen Mann.

Es war halt doch sehr verwirrt und verwirrend, was er da so alles gesagt hat ...


Viele Teilnehmer haben angemerkt (und ich habe den Eindruck, daß ihm das ab einem bestimmten Punkt auch ganz klar geworden ist), daß seine Zukunft in Künzelsau mit der nächsten Wahl zu Ende sein wird. Aber wie das in der hohen Politik so ist, wird er sicherlich weich fallen, vielleicht läufts ja auf ein Pöstchen in der Krankenhausbürokratie hinaus ... irgendwo rund um Heilbronn sitzen bestimmt Leute, die ihm und seinen Kreistagskollegen dankbar sind.


UPDATE: Die Stimme schreibt: http://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/kuenzelsau/Bei-Klinik-Demo-Schwerer-Stand-fuer-Buergermeister-Neumann;art1912,3723575

Und noch ein UPDATE, diesmal vom SWR: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/heilbronn/krankenhaus-in-kuenzelsau-300-buerger-demonstrieren-gegen-schliessung/-/id=1562/did=18300410/nid=1562/1vouvjr/index.html

Green Energy - der Durchbruch

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10.10.2016

Kapitalismus wie aus dem Lehrbuch

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Die Nachfrage bestimmt den Preis - so steht es in allen gängigen Kapitalismus-Lehrbüchern.

Wenn man dann liest, wie billig einem Reisen nach Sachsen derzeit nachgeworfen werden

https://www.discountfan.de/artikel/reisen_und_bildung/flixbus-5000-sachsen-tickets-fuer-9-99-euro.php

dann schließt man daraus: 
Kein Mensch will mehr freiwillig nach Sachsen.


02.10.2016

Brecht am Feiertag / Aus dem Handynotizbuch

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Denn die einen sind im Dunkeln

Und die andern sind im Licht.

Und man siehet die im Lichte.

Die im Dunkeln sieht man nicht.

Ich liebe die Musik alter Männer

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Da steht er dann da, fast 75 Jahre alt, im Lichtkegel auf einer viel zu großen schwarzen Bühne, in einem altehrwürdigen Gebäude, groß ist er und hager ... und allein. 
Ganz allein. Außer ihm nur noch ein Mikrofonständer und eine Gitarre. Und dann und wann ein weißer Elefant schwarzgekleideter Gitarrenhereinbringer.

Und so steht er einfach nur da, wie damals der Straßenmusiker vor dem Horten, mit einem Bewegungsradius, der noch kleiner ist als der eines mäßigen Kreisklasseschiedsrichters, spielt einfach nur seine Gitarre und singt dazu leise seine Lieder.

Und das Publikum lauscht.
Auf die Texte. Vor allem die der neuen Lieder, denn auf den Lorbeeren der frühen Jahre ruht er sich noch nicht aus. 
Und auf die Gitarre, die er mit jahrzehntelang geübten Fingern souverän bedient, ja, bedient: wie der alte Schreiner seinen Hobel fließend, ohne über jede Bewegung nachzudenken und ohne hinzusehen bedient.

Ja, da kann man sich einfach zurücklehnen, versinken und nur noch zuhören. Einfach nur mal zuhören, ohne ekstatisch zucken oder enthusiasmierte Juchitzer ausstoßen zu müssen ... Das geht, wenn man will. Und es lohnt sich.



Gemerkt: "Man kann seiner Klasse nicht entrinnen, man kann seine Klasse nur verraten." 
Nicht gemerkt: von wem das stammt.

01.10.2016

Nach mehr als 10 Jahren: Vermißte Person gefunden!

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Der Vermißtenfall "Sarotti-Mohr" ist nach mehr als 10 Jahren aufgeklärt!

Die vermißte Person konnte in einem Mannheimer Etablissement ausfindig gemacht werden, wohin sie sich wahrscheinlich aus freien Stücken zurückgezogen hat und sich dort augenscheinlich bester Gesundheit erfreut.





Um die Bevölkkerung über den wahren Sachverhalt im Unklaren zu lassen, wurde der Sarotti-Mohr in der Zwischenzeit durch wechselnde Kölner Karnevalisten und Laiendarsteller ohne ausreichenden Migrationshintergrund dargestellt: 

Quelle: wikimedia, Autor Lemant,
CC-BY-SA 4.0
Edit: Seit 2004 war er wohl vermißt, wie man beim Handelsblatt nachlesen kann:
... änderte sowohl den Namen als auch das Aussehen seines Markenzeichens. Der Sarotti-Mohr heißt nun „Sarotti-Magier der Sinne“ und hat statt schwarzer eine goldene Hautfarbe. Auch das Tablett, das auch als Zeichen der Sklaverei gedeutet werden konnte, ist aus dem Logo verschwunden. Stattdessen läuft der kleine Mann heutzutage über eine Mondsichel und wirft Sterne in die Luft – ganz politisch korrekt.