30.08.2016

Heute im Café gelauscht - der Schwarze an sich

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Wenn die alten Herren, die sonst so gerne von Stalingrad ins Schwärmen geraten (ja, es gibt noch Menschen, die sich trauen, in aller Öffentlichkeit Landser-Heftchen zu lesen.), sich mal über was anderes unterhalten ... dann wirds gleich richtig peinlich: 

Dann spricht man von der guten alten Kolonialzeit und den Eigenschaften des "Schwarzen" (nicht etwa wie im zeitlichen Kontext zu erwarten "Neger" oder gar "Kaffer"), der ja bekanntlich damals gerne Affen aß. Gefährlich sei das.Weiß man aber erst heute. Als wenn man dabeigewesen wäre ...

Aber dazu probiert man, aufgeschlossen wie man ist, mal ein neues Getränk - ein Tonicwasser und der andere ein Bitter Lemon. Wurde als wohlschmeckend bezeichnet.

29.08.2016

Gute Erfahrungen mit Serviceabteilungen gibts auch!

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Servicewüste - Symbolbild
Nicht überall in diesem Land ist Servicewüste!
 
Und daher sollen zwei Firmen mit Namen genannt werden, die mir in den letzten Tagen einen echten Service geboten haben: 



1.) Die Firma WAHL GmbH, die unter mehreren Markennamen Rasierer und Ähnliches herstellt und vertreibt: Ein defekter Rasierer wurde blitzschnell (Montags weggeschickt, Donnerstag derselben Woche erster Zustellversuch bei mir!) geprüft, ein Teil ersetzt - und das auf Kulanz, obwohl die Garantie schon einige Zeit abgelaufen war! 

2.) Die Firma David Oehler GmbH, Hersteller von Leder aller Art. Dort im Werksverkauf kann man hervorragende in hochwertiger Handwerksarbeit hergestellte Schuhe kaufen (die Besten gibts hinten links im Kämmerlein). Und weil Schuhmacher vom alten Schlage (also die, die nicht nur mit Kövulfix und Druck neue "Gummi"sohlen ankleben) inzwischen rar geworden sind, kann man die abgelaufenen Schuhe dort auch zum wirklichen Neubesohlen (es geht hier um Ledersohlen) durch einen echten Schuhmacher abgeben.

28.08.2016

Text zum Sonntach: Gelebter Katastrophenschutz

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Das Bundesmysterium des Inneren will, daß wir für wasweißichwieviele Tage Getränke auf Lager haben sollen. Nur für den Fall, daß der Russe oder der Salafist oder die Natur über uns herfallen sollte und weil der Staat, da er jegliche Infrastruktur im neoliberalen Provatisierungswahn herabgewirtschaftet hat, uns gar nicht mehr helfen können will.

Melde gehorsamst: Ich war folgsam und habe daher umgehend den für mich zuständigen Winzerverein aufgesucht!
60 Flaschen Notfallgetränke werden nächste Woche angeliefert.

Weil ich nämlich schlauer als das Innenmysterium bin: Im Ernstfall brauchts nicht Wasser sondern Riesling. Viel Riesling. Ganz viel Riesling. Und was ganz wichtig ist: Den trinkt mir der Islamist nicht weg.

26.08.2016

Rost und Natur

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Im Eisenbahnmuseum, wo Natur und Rost miteinander spielen:



Á la recherche du

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Pokémon perdu:

Schön warmer Sommerabend in Wissembourg. Essen auf der Terasse - unter anderem Forelle auf Sauerkraut und Merrettich, Und Picon ...

Auf der Straße jugendliche Handynutzer, selbst nach französischen Maßstäben jegliche Verkehrsregeln mißachtend ... irgendwann war klar, daß es um Pokemons gehen mußte - spätestens als ein Schrei mit "Pikachu" zu hören war.

Nur eine hatte Pech:


Die hat wohl keinen abgekriegt.

25.08.2016

Update zum Kunden"service" von telefonica / o2 / Blau / simyo usw

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Ich bin nicht allein ...
Man liest bei teltarif.de unter anderem Folgendes:

Die Redaktion von teltarif.de erreichen seit einiger Zeit vermehrt Beschwerden, dass der Kundenservice von o2 nur schwer oder gar nicht erreichbar sei. In einzelnen Stichproben von teltarif.de lässt sich das nachvollziehen.

Am Besten den gesamten verlinkten Artikel lesen und bei teltarif und/oder bei mir ein bißchen zum Thema stöbern ...

23.08.2016

Tse-Tang der Ältere spricht:

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Ein Tag, an dem man nicht über einen anderen gelacht hat, ist ein verlorener Tag.

Hiermit ergeht die Bitte an den charismatischen Guru, auch für 2017 wieder einen Unglaublich Spirituellen Kalender herauszugeben.
Auf daß der Weise Tse-Tang wieder zur Welt sprechen möge!

22.08.2016

Heute in der Post gewesen

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Ist natürlich auf den ersten Blick schon ein lustiger Spruch. Und dabei könnte mans ja belassen.

Wenn man aber mal nachdenkt, wird der Spruch sehr ernsthaft:
Wenn man nämlich nicht gleich alles glaubt, was einem so, angetriggert durch die eigene Wahrnehmung, durch den Sinn schießt, sondern sich selber mal danach fragt, warum man gerade so und nicht anders gedacht hat, dann kann man im Wortsinne zu sich kommen. 

Ich bin mir ziemlich sicher, daß Heinz Erhardt den Begriff  kognitive Verhaltenstherapie nicht gekannt hat.

21.08.2016

Schwamm einfach so in der Bucht rum ...

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Handyknipsbild

Das Gerät hat eine kleine Besonderheit: Man kann entweder eine 2CR5-Batterie einlegen (nicht mehr wirklich billig heutzutage) oder 4Stück der bei jedem Discounter erhältlichen AAA. 

Ich kenne keine andere Kamera, bei der das so einfach möglich ist. Eigentlich gehören im Nachhinein noch alle Hersteller aus der Zeit geprügelt, die das nicht so eingebaut haben ...

19.08.2016

Verordnung über technische Mindestanforderungen an den sicheren und interoperablen Aufbau und Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektromobile

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Mithilfe dieses Ungetüms
nochmal zum Mitschreiben: Verordnung über technische Mindestanforderungen an den sicheren und interoperablen Aufbau und Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Elektromobile
will die Bundesregierung also die Millionen von Elektroautos schullijung: muß natürlich mobile heißen auf die Straße bringen. 

Hoffen wir das Beste. So ganz scheint das nicht zu klappen ... 

18.08.2016

blau.de statt simyo - ob sich was bessert?

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Die von mir so heiß und innig geliebte Firma simyo gibt es ja nicht mehr - und jetzt wurde vom Mutterkonzern Telefonica auch die Marke simyo zu Grabe getragen (meine Trauer hält sich zugegebermaßen in Grenzen) und alle Verträge, die noch unter dem Namen simyo liefen, laufen seit ein paar Tagen unter dem Namen blau.de. 

Nachdem mir nun ein potentieller Neuprovider (mein simyo-Vertrag war ja gekündigt und die Kündigung ist bestätigt) gesagt hat, daß er mit der Kündigungsbestätigung von simyo nichts anfangen kann und daher eine Rufnummernübernahme illusorisch wäre, habe ich versucht, bei blau.de irgendjemanden zu erreichen. 

Eine Telefonnummer (außer für Neugeschäft!) finde ich nicht, eine e-mail-Adresse auch nicht, aber es gibt doch einen Chat. Der immer überlastet ist und sich daher immer wieder von selber abmeldet. Huch ...  der Chat hat dann doch funktioniert und was sag ich: 

Es ist erheblich spaßig, was da abgeht!

Erst will der freundliche Mensch mein altes Passwort von der simyo-Webseite bzw Teile davon wissen ... ähm, gehts noch?  
Die speichern also ernsthaft Passwörter im Klartext ab? Und auch noch so, daß man darauf zugreifen kann?   
Und was lernt man in der EDV-Grundschule? Genau: Heutzutage  offenbar nix mehr! 

Nachdem ich mich geweigert hatte, Passwörter oder zumindest Teile davon im Klartext zu verschicken, ging die Identifikation dann doch durch Name, Adresse und Geburtsdatum. Ich war zu dem Zeitpunkt übrigens vollkommen autorisiert über die blau.de-Webseite angemeldet, sonst hätte ich doch gar keinen Zugriff auf den Chat bekommen! Und sonst hätte der nette Mensch doch auch gar nicht gegen diese Daten prüfen können ... schon komisch sowas.

Die Kündigungsbestätigung zu bekommen war dann ganz leicht ... sie enthält nur leider nicht die Vertragsdaten, mit denen ein neuer Provider bei blau.de die Rufnummernportierung beantragen kann.  

Dazu noch eine glatte Fehlinformation über den Ablauf einer Rufnummernportierung ... 

Ich gehe also zuversichtlich davon aus, daß das noch ungeheuer lustig werden wird. "Besser" wirds bestimmt nicht ... und ich bin froh, wenn ich dann in absehbarer Zeit von dieser telefonica-Firma und ihrer .... wie sagen wirs mal politisch korrekt  ... "gewöhnungsbedürftigen" Service-Philosophie befreit sein werde. 

Ob aber der Service anderswo besser sein wird?
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


Ach, und dann ist da auf der Homepage noch folgendes zu lesen: 


Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung ... nahezu alles, was da steht, ist rechtlich belanglos und grober Unfug. Vor allem der Punkt 2 ...

Da lobe ich doch mir den guten alten Brief direkt ins Vorstandsbüro.

17.08.2016

CEWE macht das Internet sicher

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Die Firma CEWE ist ein großer Fotodienstleister und arbeitet mit vielen großen Drogerie- und Handelsketten zusammen - viele Bilder werden von CEWE ausgearbeitet, ohne daß der Kunde das großartig bemerkt. 

Und die Firma CEWE bietet mit cewe-myphotos einen Dienst an, mit dem man Bilder hochladen, teilen und ausarbeiten lassen kann. Ich habe den Dienst ausprobiert - er hat im Endeffekt nicht das gebracht, was ich mir gewünscht habe und so habe ich - das geht nur per formloser mail - gebeten, meinen Account zu löschen. 

Ich erhalte an die Mailadresse, von der ich die Bitte gesendet hatte, eine mail mit folgendem Inhalt: 

herzlichen Dank für Ihre E-Mail.

Sie hatten sich mit der Bitte an uns gewendet, Ihr bestehenden CEWE MYPHOTOS Konto unter der von Ihnen genannten E-Mail-Adresse mxxxxx@xxxxxxx.de zu löschen. Bitte beachten Sie, dass mit der Löschung Ihres Kontos Ihre darin gespeicherten Bilder verlorengehen.

Die Sicherheit Ihrer Daten liegt uns sehr am Herzen. Daher möchten wir das von Ihnen genannte Konto gern verifizieren, Ihnen also eindeutig zuordnen.

Indem Sie formlos auf diese Nachricht antworten und uns in dieser Antwort den folgenden Code nennen, verifizieren Sie Ihr Konto und bestätigen die Löschung aller darin enthaltenen Daten.

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Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Freundliche Grüße

Ihr Ansprechpartner beim CEWE MyPhotos Service

DAS nenne ich mal Sicherheit!  
Da muß sich ein Böser, der meinen mail-Account gekapert hat, aber echt anstrengen, daß er diese scharfen Sicherheitsmechanismen umgeht! 

Ich bin echt belustigt beeindruckt. 

15.08.2016

Reisebericht: Bei lebendigem Leib ums Haar verdurstet

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Von hier aus vorab Grüsse an die bedauernswerten FCK-Fans, die wie wir in der "Jahnterasse" in Würzburg gestrandet waren und dort wie wir bei lebendigem Leib ums Haar verdurstet und verhungert wären. 

Man muß sich das mal vorstellen: In Würzburg ist eine Fußballgroßveranstaltung, "groß" für Würzburger Verhältnisse: deutlich mehr als 10.000 Karten sind verkauft, nachdem in der letzten Saison selten mehr als 3.000 Zuschauer da waren. Und da  gibt es direkt am Großparkplatz Talavera, wo auch die Straßenbahnhaltestelle ist, einen wunderbar gelegenen Biergarten mit Blick auf den Fluß und die Stadt.  
Klar doch - da geht man hin, auf ein Weizenschaumsüppchen. 
Klar doch - der Gastronom freut sich über das Geschäft, ist gut vorbereitet und hat extra eine neue Karte für Auswärtige (leicht erkennbar, da falsches Trikot am wohlgerundeten Leib) mit 50ct Aufschlag auf jedes Getränk drucken lassen, die gegen 14:00 gleich wieder vernichtet wird, und sorgt dafür, daß die Zapfhähne heißlaufen. Ja, genau so  unterstellt man es dem Gemeinen Gierigen Gastronomen.   

Ganz anders aber in der Jahnterasse in Würzburg!

Da liebt man es beschaulicher und ist auf Gäste und deren Wohl scheinbar nicht angewiesen: Kurz nach 12 waren bei bestem Biergartenwetter ganze 2 Bedienungen im Biergarten, dazu eine Person in der Schank. Alle drei waren sie massiv fachlich überfordert (Mädels, so wird das nix mit dem Bachelor of Ausschankwesen) -nicht etwa überlastet, denn für ein Schwätzchen war immer mal wieder Zeit- dazu schreitet der Chef, gut gekleidet in heller Hose und weißem Hemd und Handy am Ohr herum und macht Eindruck. Aber keinen guten, so als Gastronom betrachtet.  
Nein, aber allzu schlecht will ich ihn doch nicht schreiben: Mehrfach in fast zwei Stunden habe ich ihn gesehen, wie er ein paar Biere an Tische brachte.

Ansonsten hat er allen Gästen freundlich lächelnd das klassische "Kollegin kommt gleich" zugerufen. Sie kam aber nicht ... als ich ihn dann mal gefragt habe, was er mit "gleich" meine, kam er dann extra für mich (ja, ich habe Chefarztbehandlung im Vertrag stehen) und brachte mir mein alkoholfreies Weizenbier. Sein Gesicht dabei ... priceless. Das hat ihm offensichtlich wehgetan ... und dazu sein Kommentar ... 

Die Küche war übrigens genauso unvorbereitet ... 45 Minuten Warten auf Essen von der Tageskarte, das erlebt man selbst im vollbesetzten Augustiner in München nicht ...
   


Ein voller Biergarten mit vielen leeren Gläsern auf den Tischen ... ein guter Gastronom sieht sowas und verfällt unmittelbar in den Laufschritt, gemäß der alten Gastronomenweisheit: 
Solange sie was zu saufen haben, beschweren sie sich nicht, daß das Essen nicht kommt.
Eine gute Bedienung rennt auch, denn ... TRINKGELD lacht! 

Beim  Bezahlen stellt sich dann heraus: Doch doch, da hätte schon was in der Zeitung gestanden, daß da ein Fußballspiel ist, aber das betrifft uns doch nicht, hätte der Chef gemeint, so die eine der überforderten Bedienungen, außerdem feiere der Chef heute Geburtstag (ich hoffe mal ... nein, ich gehe zuversichtlich davon aus, seine Gebrutstagsgäste hatten besseren Service). 
Unser Geld hat sie immerhin klaglos eingesteckt. Das ging schnell. Obwohl  sie das ja gar nicht betrifft ...
 
Au Mann, da liegt der Biergarten direkt am Großparkplatz und an der Straßenbahnhaltestelle und man könnte mit nur ganzen 2 Stunden harter Arbeit viel Geld verdienen eine Menge Menschen glücklich machen ... und dann "betrifft uns das nicht". 
So einen miserablen Service hatte ich glaube ich noch nie in einem Biergarten! Vollschdn Rreschbeggd!

Wieder ein Beitrag aus der Reihe: Das merk ich mir.

12.08.2016

Sprachlos

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Man hat sich ja an so Einiges gewohnt, wie heutzutage Eltern in der ach so niedlichen i-Sprache (vulgo: Dummdeutsch) mit ihren Kindern reden. Die werden ja nicht mehr in den Kindergarten gebracht sondern in den Kindi (mit dem Hausfrauenpanzi, versteht sich).

Aber wirklich sprachlos war ich, als eine Mutter ihr ca. halbjähriges Kind im Kinderwagen mit der Ansprache "Wir zwei gehen jetzt Pämpis wechseln" beglückt hat. 

Hoffentlich findet bald irgendwo einer bei Apple das Patent, das nicht nur vorangestellte sondern auch angehängte i's schützt. 

10.08.2016

Unfassbar Landesgartenschau Öhringen

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So eine Landesgartenschau lebt doch nicht nur von der bepflanzten Landschaft. 

Nein, Sie lebt vor allem davon, daß auf fast jedem Baumstamm, auf jeder Bank, auf jeder angebrachten Tafel, auf jedem Häuschen 
und an Orten, die man sich nicht vorstellen mag ein großes Sponsorenlogo angebracht ist 

 daß die lokalen Vereine und Gruppierungen sich dort präsentieren und ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Attraktionen präsentieren. 
Genau das ist es doch, was die lokalen Besucher immer wieder zur Gartenschau treibt: Die Möglichkeit, Bekannte bei der Ausübung ihres Hobbys zu sehen. Da wird Akkordeon gespielt, getanzt, gesungen, alte Feuerwehrautos werden gezeigt und jeder, der damit zu tun hat, bringt ein paar Leute mit ... die natürlich fleißig Ihren Obolus entrichten und die Gartenschau wenigstens zu einem wirtschaftlichen Erfolg werden lassen.

Mir wurde jetzt zugetragen, daß es die Veranstalter der LAGA2016 in Öhringen tatsächlich fertiggebracht haben, für die Begleitpersonen 4jähriger Kinder sowie die etwas älteren darstellenden Kinder, die etwas aufführen wollten, Eintritt zu verlangen. 

Geht's eigentlich noch? 

(Um das Thema Sponsoren kommt man heute nirgends mehr rum. Aber auf der LAGA2016 in Öhringen ist die Sponsorenpräsenz schon mehr als penetrant - man sieht ja die Gartenschau vor lauter Sponsoren nicht - grauenhaft!)

07.08.2016

Text zum Sonntach

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Gestern beim Pokalspiel zweier Kreisligisten wollte der Kassierer 4€ Eintritt.

Jetzt habe ich verstanden, warum es heißt: 

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

(und dafür dann gleich noch was ins Phrasenschwein)

01.08.2016

Treffende Netzfundstücke zur Kölner Pro-Erdogan-Kundgebung:

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Viel mehr brauchts doch gar nicht.

Durchblickdienstleister

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(inspired by one, two and three)

Wie ist das eigentlich mit diesen Optikerketten? 
Tolle Werbung machen sie ja alle: 

Der eine hat angeblich meine Wünsche im Blick, der andere wirbt mit einer auch für dreiviertelsblinde noch gut erkennbaren kräftigen Farbe und der Dritte wirbt überhaupt nur noch mit Bildern schöner Menschen.  
Thematisch nicht passender Einschub:

Da fällt mir gerade auf ... auf deren Webseiten finde ich nur hellhäutige Menschen, keinen der zB asiatisch aussieht, keinen "Südeuropäer" und erst recht keinen Farbigen, muß mir das was sagen?
Vieles haben sie aber alle gemein: 
  • Man will eigentlich nur eine Brille und kommt am Ende mit einer Brille und einem ganzen Wust von Unterlagen wieder raus: Gutscheine für Zweite und sogar dritte(!) Brillen, die schon mit der eigentlich gewollten Brille mitbezahlt sind (wollte niemand, kriegt er aber automatisch), dazu Versicherungsunterlagen für Dinge, die man nie wollte, die aber auch schon mitbezahlt sind.
  • Man erfährt eigentlich nicht wirklich, was für ein Brillenglas man kauft, sie hüllen sich da wirklich in einen Mantel der Verschleierung. "Ein deutscher Markenhersteller" muß genügen. Oder "HOYA" oder "PENTAX", dann aber gaaaanz abschätzig ausgesprochen, als wenn "ein deutscher Markenhersteller" automatisch den einen oder anderen Mehr-Hunderter rechtfertigen würde.
  • Preislich seien sie alle günstig, versichern sie sich gegenseitig ... aber haben dafür ein Preissystem, das zB mittels der gleich mitbezahlten Gutscheine für Zweit- und Drittbrillen völlig intransparent und unvergleichbar wird. "Ich will einfach nur eine Brille" ... nahezu undenkbar und nur nach heftigem Insistieren kann man einen Preis erfahren.  
Lassen wirs ... jedenfalls war ich mit einer solchen Kettenbrille aus der großen Stadt und dem dazugehörigen Service unzufrieden: die Metallbeschichtung blätterte immer ab, man hat dann angeblich ein völlig neues Gestell bestellt. Wie sich herausstellt, hatte man das alte Gestell miserabelst(!) neu beschichten lassen und die neue Beschichtung blätterte auch ab und untendrunter waren die alten Abblätterungen dank leicht unterschiedlicher Farbe wunderbar zu sehen - jeder Archäologe hätte sich gefreut.

Also bin ich zur hier ansässigen Konkurrenzkette, die mir vorher auch schon mal Unmuße bereitet hatte: Mit deren Brille war es einfach nicht möglich, mit beiden Augen auf denselben Punkt zu fokussieren. Auch nicht nach angeblicher Nachbesserung, immerhin bekam ich anstandslos mein Geld zurück. Aber gut ... zweite Chance, obwohl ich mir ziemlich sicher war, daß die angebliche Nachbesserung keine war und man den Kunden für blöd verkaufen wollte.

Im Laden dann eine halbe Stunde gewartet, alle Leute waren tatsächlich beschäftigt, aber niemand hat wenigstens auf einen Gruß reagiert oder mich irgendwie anderweitig (ja, mancherorts bekommt man ein Getränk angeboten, wenns heiß ist und etwas länger dauert, doch, doch) zur Kenntnis genommen. Und als ich dann dran war, hat ein älterer (also ... noch älter als ich) Herr, der mindestens eine Viertelstunde nach mir gekommen ist, behauptet, vor mir dagewesen zu sein ... und bekam selbstverständlich vom Filialleiter Recht, der das -so sagte er!- genau beobachtet hätte. Entweder war seine Brille nicht gut oder er hat mich angelogen: Beide Fälle gehen im Gedankenspiel nicht gut für ihn aus. Also ab mit unfreundlichen Grüßen.

Ungefähr eine halbe Stunde später hatte ich ein neues Gestell ausgesucht, war vermessen und wieder draußen - beim Optikhandwerker. Bei dem war es übrigens ganz problemlos möglich, einfach nur eine Brille ohne viel Gedöns zu kriegen ... schaumamal, die Brille ist ja noch nicht fertig.

Aber nicht daß man meint, beim handwerklichen Optikfachgeschäft sei automatisch alles gut ... auch dort hat man Erlebnisse, die einem an der Vernunft der Welt und mancher ihrer Bewohner zweifeln lassen: Es war zB ein Bügel einer blauen Lesebrille gebrochen ... alles kein Problem und nur eine halbe Stunde später durfte ich die Brille wieder in Empfang nehmen ... 20€ wollte der Herr Seniorchef persönlich und der Bügel war ... BRAUN!

Da es eine LESE- und keine BLINDENbrille war, habe ich das aber doch recht schnell gemerkt ... Trickreich gelöst wurde das dann von einem Handwerkskollegen, der "Schaumamal" sagte und schlauerweise einfach zwei ziemlich gut passende blaue Bügel angebracht hat, für insgesamt 5€.

P.S.: Einen "arabisch aussehenden" findet man auch nicht. (OK, verständlich, wär ja auch blöd, wenn ein bebrillter arabisch aussehender Mann auf Anfrage eines Sicherheitsbeamten, ob er Sprengstoff mit sich führt, mit "Viel, Mann" antworten täte ....)