28.02.2015

Architektur und Mensch (Stuttgart15 /3)

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Der Mensch ist das Maß der Architektur. Der Mensch soll am Arbeitplatz seine Fähigkeiten entfalten können.


Schöne Worte, die man gerne hört.

Man sieht aber kalte, großflächig verpflasterte Höfe in unbunt. Der Mensch wird überragt von monströser Architektur, einer Kathedrale des Gottes Mammon. Ein Lebens- bzw. Arbeitsumfeld in facettenreichem Grau und Schwarz.
Der ebereits durchgraute Mensch wird sich seiner eigenen Nichtigkeit und Unwichtigkeit frappierend bewußt. Der Mensch hat sich am Bauwerk gemessen. Und hat haushoch verloren:


Brüder, zur Sonne, zur Freiheit! 
Brüder, zum Lichte empor!


Da freut man sich doch auf jeden neuen Morgen, an dem man in dieser Umgebung sein Tagwerk verrichten darf. 

Noch ein wenig Koffein zum Frühstück? Der letzte Farbfleck, ausgerechnet das Rot der Globalbrause, vor dem großen Loch, das morgens Menschen schluckt:

Lasciate ogni speranza, voi ch'entrate!
Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren
 Die Göttliche Komödie, Inferno III, 9 (Das Höllentor)

Plötzlich, nach Durchschreiten des Höllentores, in den Innereien des Bauwerks, wird es .... man hält es nicht für möglich ... Grün ... 


 ... Friedhofsgrün!

Efeu, das Symbol des ewigen Lebens. Aber nicht in dieser Welt. 
Ein richtiges Leben nach diesem: diese Hoffnung des Menschen, der an solche Architektur gefesselt ist, stirbt zuletzt. Aber irgendwann stirbt auch sie. Da bin ich zuversichtlich.

Was geht nur in den Köpfen von Architekten und Bauherren vor, die derartige Bauwerke erdenken? 
Ich glaube, nichts Gutes. Vor allem aber: Nichts Menschliches. 

"Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen." - Walter Gropius

Lebt DADA? DADA lebt! (Stuttgart15 /2)

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Wenn es so geschrieben steht, werden wir es auch so glauben müssen, aus der Sache kommt jetzt keiner mehr raus: 


Dieser Text ist ernstgemeint! 
Von den Kulturschaffenden der Landeshauptstadt #Stuttgart.


Mit einer Wohnung ... (Stuttgart15 /1)

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kann man einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt.
[Mal Zille, mal Brecht zugeschrieben]

Stimmt: 
 

Und ich dachte immer, sowas wäre inzwischen verboten. 
Aber nein, in Stuttgart geht sowas noch. 
Unfaßbar, das. 

Technik: CONTAX159, EKTAR, Scan: www.meinfilmlab.de

16.02.2015

Warum nimmt blogger.com für Kommentare so eine kleine Schrift?

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Da gibt es doch Kommentarperlen, die die Welt gar nicht richtig mitbekommt und die man der Welt nicht vorenthalten sollte. Daher hier der "anonyme" Kommentar zum Barista-Beitrag nochmal in groß und zum Mitlesen: 


Ein sehr schöner minimalistischer Post. Irgendwie finde ich ihn trotzdem zum kotzen.
So Leute sollten eigentlich ausgepeitscht werden... auf dem Marktplatz... mit Publikum
... auf den blanken Arsch.

.. trotzdem sehr minimalistisch ... schönen Tag noch :)

Ach, jetzt fällt mir sogar ein, an wen mich die Schreibe erinnert. 

12.02.2015

Ist der Barista der Taxifahrer des 21.Jahrhunderts?

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Heute kam ich in der wohl minimalistischsten Kaffeebar dieses Planeten mit dem diensthabenden Barista ins Gespräch, der einen Abschluss in Kulturmanagement hat.

Der Kaffee war hervorragend.
Das Gespräch auch - einfach mal so eine gute Stunde mit einem wildfremden Menschen intensiv über Gott und die Welt reden ...

05.02.2015

L1022 - the UFO has landed

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Sie sind da! 

 

Und wenn jetzt jemand meint, daß das in 80x80 an der Wand sicher gut aussieht, dann kann ich nur zustimmen.

Canon EOS 1DX mit 4/16-35

01.02.2015

Du merkst, daß die Welt in die falsche Richtung dreht, wenn ...

1 Kommentar:
beim Bäcker ein Kunde "Wheat Fluffy" sagt und bekommt, was bei uns immer ein normales Brötchen war, also so ein einfaches helles Brötchen ohne Roggen-, Dinkel-, Körner- oder Glutenfrei-Gedöns.