28.10.2014

Versüßter Abschied

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Heute kam Antwort vom Telekommunikationsmoloch: 

Lieber Herr ...,

gern haben wir Ihr Kundenanliegen geprüft und bearbeitet.

Laut unseren Unterlagen ist das nächstmögliche Kündigungsdatum der ... . 
Wir haben dieses Datum in unserem System hinterlegt.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Woche.

Viele Grüße
 
Gut gesagt. Die meinen das ehrlich. Ganz sicher!
Ich nehme es denen, baseirend auf der bisherigen Korrespondenz, wirklich ab, daß sie "gern" einen treuen Kunden verlieren. 


(siehe auch hier)

26.10.2014

Jedem Abschied wohnt ein Zauber inne ...

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Fast 20 Jahre beim selben Mobilfunkprovider - hat auch nicht jeder! Da ist man dort Kunde allererster Klasse! Zu jemandem, der fast 20 Jahre mit ganz geringem Verwaltungsaufwand regelmäßig und
Kauf des schönen Fläschchens

pünktlich sein Geld bezahlt hat, kommt bekanntlich der Vorstandsvorsitzende persönlich zum runden Geburtstag und hat ein schönes Fläschchen mit, das man dann gemeinsam .... 


Nee, echt jetzt? Quatsch, issnichso, wär ja auch zu schön: Neukunden, die von Anbieter zu Anbieter hüpfen,  wird der Zucker in den Arsch geblasen - Bestandskunden werden behandelt wie der letzte Dreck

Dabei sollte es doch, nach allem, was in den Lehrbüchern steht, so viel billiger sein, zufriedene Bestandskunden zu halten als Neukunden zu akquirieren: Man hat die Kundendaten, man kennt das Nutzerverhalten, man könnte ganz gezielt auf den Kunden zugeschnittene Angebote machen - Peifedeggl! Macht man nicht, hat man offenbar nicht nötig. 
Lieber bezahlt man Drückerkolonnen und Provisionen ... 

Bei mir ist mal wieder eine Vertragsverlängerung angesagt. Mein alter Tarif paßte bisher ganz gut, er hat diverse Gimmicks, die ich immer ganz nett fand. Aber im Leben ändern sich Dinge von Zeit zu Zeit und so ist dieser Tarif inzwischen nicht mehr so ganz zeitgemäß. 

Also wollte ich gerne beim Anbieter bleiben, aber in einen anderen Tarif wechseln. Bisher war ich ja immer mit dem Kundenservie des Anbieters  zufrieden - also habe ich mich einfach mal mit den Damen und Herren per mail in Verbindung gesetzt und meine Anforderungen an einen neuen Tarif genannt.

Zur Antwort bekam ich einen Supertarif angeboten, mit dem ich 36 Stunden täglich und 11 Tage die Woche kostenlos (Naja: nicht kostenlos sondern im Preis inbegriffen), durch die halbe Welt hätte telefonieren könen und gleichzeitig SIMSE schreiben bis zum Fingerbruch und dazu noch online mails abrufen. Man habe meine
mail "aufmerksam gelesen", schreibt man. Das mit dem Leseverständnis üben wir nochmal.
Und das Ganze zu einem Preis, der nur knapp doppelt so hoch war wie das, was ich derzeit monatlich zahle! SUPER! Sicher ein ganz toller Tarif, bestimmt auch ganz toll verprovisioniert, nur entspricht er halt ganz und gar nicht meinen genannten Anforderungen. Auf meine Anmerkung, daß dieser teure Tarif doch gar nicht dem entsprechen würde, was ich brauche und daß es sogar einen Tarif gibt, der das bietet, was ich brauche 
...
wird wieder derselbe Tarif angeboten, sogar mit identischen Textbausteinen ...


Da ich ja ein geduldiger Mensch bin und den Aufwand, einen neuen Mobilfunkanbieter zu suchen -es kommt ja meist auch nix Besseres nach- gescheut habe, habe ich dann noch einmal explizit darum gebeten, in den von mir ausgesuchten Tarif zu wechseln
...
und bekomme wieder den teuren Tarif angeboten. Den von mir gewählten Tarif will man mir nicht geben. Aber das Allerbasete: Das Ganze kostet nur 24,95€ Tarifwechselgebühr - Schnäppli gmacht! 
 
Tja ... irgendwann ist dann auch mal gut ...Kündigung ist raus, jetzt laß ich mir halt von den Mitbewerbern den Zucker in den Arsch blasen. Offenbar hat mein bisheriger Anbieter treue Kunden, die regelmäßig ihre Rechnungen bezahlen, gar nicht nötig. 

Wer nicht will, der hat schon. 



Und Tschüß!

(Liebe Mobilfunk-Provider: Hier ist jetzt ein potentieller Kunde, dem Ihr Zucker in den Allerwertesten blasen könnt: Je mehr, desto lieber!)

11.10.2014

Herbststimmung ... im Bierzelt

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Heute im Bierzelt,einigermaßen weiße und durchscheinende Zeltwand und Deko auf Zewa ...
Einfach so fotografiert, wie das Stilleben dagelegen hat.


06.10.2014

Was kostet heutzutage ein Rückgrat?

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Tja, da sieht man sich einmal gezwungen, bei ebay eine schlechte Bewertung abzugeben ... und schon lernt man wieder was!

So ein Bewertungssystem soll ja dazu dienen, meint zumindest der naive Kunde, nachfolgenden (potentiellen) Käufern einen Hinweis zu geben, wie sehr sie diesem Verkäufer trauen können, was Qualität, Lieferservice und ggf. Reklamationsabwicklung angeht. Und wenn so ein Verkäufer pro Monat seine 100 graue oder rote Punkte hat, dann weist das doch auf gewisse Probleme hin.  

Kommt da doch prompt eine mail des Händlers, der mir das Angebot macht, gegen Bezahlung die schlechte Bewertung in eine gute umzuwandeln. Man ist ja prinzipiell immer bestechlich und wenn einem jemand einen schönen Meinungsverstärker anbietet ... da könnte man doch wirklich mal schwach werden.  

Und tatsächlich, die bieten mir etwas! 
Geld! Echtes Geld! 
Tolle 5€ (in Worten: Fünf, ich wiederhole: Fünf Euro) bieten die mir. Damit kann man doch kein Scheißhaus stürmen! Und die meinen ernsthaft, sie könnten für 5€ mein Rückgrat verbiegen? 


Leute, rutscht mir doch den Buckel runter! Mein Rückgrat hält so Würste wie Euch grade noch aus! 

Auf was für Gedanken manche Menschen kommen ... unfaßbar.
Und wenn man sich erst überlegt, wie viele Leute das Angebot vielleicht angenommen haben mögen und damit ihre schlechte Erfahrung verschleiern, damit andere in dieselbe Falle tappen ... für sage und schreibe 5€. Man glaubts nicht. 

Man wills auch gar nicht glauben: 


Das unscheinbare Fragezeichen hilft weiter: 
Es wurden bei diesem Händler sage und schreibe 1.364 Bewertungen nachträglich von negativ oder neutral auf positiv geändert .... 

Soviel jedenfalls zur Aussagekraft von Bewertungssystemen. 
Geschäftserfolg läßt sich offenbar doch kaufen.