13.11.2017

Da hat die Frau Griesinger aber mal arg danebengegriffen /mit Update

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Heute morgen konnte man unter www.stimme.de folgenden Teaser auf einen Artikel von Frau Barbara Griesinger finden: 

Und man freut sich, von den angepriesenen "Recherchen" der Stimme-Redaktion zu lesen - harte Recherche, das war man ja gerade im Umfeld des Künzelsauer Krankenhauses gar nicht gewohnt. Und dann überkommt einem schon beim Überfliegen des Teasers,  weil die Recherchen offenbar nur auf irgendwas hin deuten, gleich wieder ein ganz ungutes Gefühl. 

Völlig zu Recht, wie ich nach dem Lesen des vollständigen Artikels konstatieren muss: 

Mit dem "deuten darauf hin" fängts an, es geht mit "Sätze, die (...) nicht ausschließen" weiter. Dabei weiß doch jeder, daß bei allen Reden, deren Manuskript veröffentlicht wird, immer das gesprochene Wort gilt. Dann weitere Mutmaßungen, bei denen sich Barbara Griesinger hinter den Worten der Kreisrätin Kircher-Wieland versteckt, wenn sie Kircher-Wielands mit "aus den Reihen der BI" zitiert. Aber vielleicht kamen die "Zwischenrufe" ja gar nicht "aus den Reihen der BI"? Sie könnten genausogut auch "aus den Reihen der regelmäßigen Leser der Hohenloher Zeitung" stammen ... Die Recherche scheint ja diesbezüglich nichts ergeben zu haben - sonst stünde das sicher im Artikel. 

Dann kommen immerhin wörtliche Zitate von Dr.Eckle, in denen er sich energisch dagegen verwahrt, der Urheber von "Zwischenrufen" zu sein - und dann folgt als Cliffhanger der Schlußsatz: 
Dieses "Störfeuer aus dem Hohenlohekreis", so Pauli, habe schließlich dazu geführt, dass der Aufsichtsrat die Reißleine gezogen habe.
Schlußsatz? Ja, wirklich, das ist der Schlußsatz. Das war schon alles. Aber genau hier hätte der Artikel spannend werden und die Recherche beginnen können - das Vorhergehende kann man ja wohl kaum als Recherche bezeichnen. 

Update 15.11.: Eine kurze Internetrecherche ergibt, daß derselbe Landrat Pauli am 16.5.2017 eine Pressemeldung herausgegeben hat, in der davon gesprochen wird, daß Dr.Toth Anfang April selber seine Bewerbung zurückgezogen hätte - ein solcher eklatanter Widerspruch sollte doch für jeden Journalisten irgendetwas zwischen "gefundenem Fressen" und "Elfmeter ohne Torwart" darstellen ...    

Hier hätte man doch so schön eruieren können, WARUM der Aufsichtsrat im Zollernalbkreis die Reißleine gezogen hat. 
 
Wieder mal hat die journalistische Spürnase versagt - bekanntlich nicht zum erstenmal in der Krankenhaus-Geschichte.
  • Lag es nur daran, daß der Kandidat durch die "Zwischenrufe" möglicherweise "verbrannt" war? 
  •  Oder lag es vielleicht daran, daß man im Zollernalbkreis den "Zwischenrufen" nachgegangen ist (haben die etwa wirklich recherchiert?) und daß sich vielleicht Fakten ergeben haben, die dem Aufsichtsrat vorher nicht bekannt waren? 

Und dieser reißerisch aufgemachte Artikel dann am 13.11.2017 als Reaktion auf eine Demonstration vom 17.Mai 2017! Man fragt sich, ob die Stimme tatsächlich ein halbes Jahr gebraucht hat, um ein solches kümmerliches "Recherche"ergebnis schriftlich zu formulieren. Oder ob es vielleicht einen Anlaß gibt, die BI und insbesondere Dr.Eckle ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt mit Schmutz zu bewerfen - denn auf nichts anderes läuft der Artikel hinaus. 

Nun wir werden sehen, am Mittwoch ist ja wieder Demonstration - und diesmal hat die Stimme Öl ins Feuer gegossen! Aber wie schon einmal bedauernd festgestellt: ich kann ja die Stimme nicht kündigen ... 

... und tschüß ...

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Tja, da werben die im Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken zusammengeschlossenen lokalen Genossenschaftsbanken sinngemäß mit folgendem Spruch: 

Unser Leitgedanke lautet deshalb nicht "Wir müssen reden" sondern "Wir wollen zuhören".
Nur die hiesige scheint diese Werbeaussage, die man auch am hiesigen Geldautomaten lesen kann, nicht zu beherzigen. 
Denn die fragt gar nicht, was der Kunde (und Anteilseigner) will. Das erleichtert das Leben ungemein, denn dann muß sie auch nicht zuhören. 
Die muß nichtmal reden - nein, die schickt Ihren Kunden (und Anteilseignern) einfach einen Brief, in dem sie grade mal so eine Preiserhöhung von mehr als 220% ohne eine Verbesserung der Leistung verkündet. Peinlich, daß der Vorstandsvorsitzende dieses genossenschaftlichen Instituts es nicht einmal für nötig hält, diesen wichtigen Brief mit dieser horrenden Preiserhöhung selber zu unterschreiben - nein, das müssen ein Prokurist und der Filialleiter dem Kunden (und Anteilseigner) klarmachen. "Kommunikative Defizite" oder "fehlendes Rückgrat"?

Die Frage, ob der Kunde (und Anteilseigner) die vielen Möglichkeiten, die die Bank einem anbietet, überhaupt nutzen WILL, wird gar nicht gestellt. Es wird einfach so getan, als würde er das tun. Auch bei Kunden (und Anteilseignern), die damals[tm] ganz bewußt ein "No-frills"-Konto namens VR-GiroDirekt eröffnet hatten und die auch heute noch gar nichts anderes wollen und benötigen. Nein, man schert einfach alle Kunden (und Anteilseigner) über einen Kamm und schert sich einen feuchten Kehricht um deren wirkliche Interessen. 

Wir wollen halt nicht zuhören


Und das, obwohl doch schon 2013 selbst das fiducia-Magazin für Bankvorstände  lehrt, daß das Zuhören und das Eingehen auf die Wünsche und Anforderungen des Kunden geradezu das A&O im Umgang mit dem "mächtigen" Kunden ist! 

Aber - so das freundliche Angebot: Man habe ja die kundenfreundliche Möglichkeit, das Girokonto kurzfristig oder sogar fristlos zum 31.12.2017 zu kündigen.  

Nun, es gibt heutzutage Anbieter, bei denen so ein Kontowechsel gar kein Problem mehr darstellt - das geht sozusagen alles über Nacht und automatisch. Alle notwendigen Kontakte werden ermittelt und nach Bestätigung durch den Neukunden informiert und mit ganz geringem Vorlauf ist so ein Kontowechsel heutzutage über die Bühne gebracht. 
Es ist also gar kein Problem mehr, das freundliche Angebot anzunehmen - vielleicht ist die Führung unserer hiesigen Bank ja tatsächlich überzeugt davon, daß ein paar Wochen Vorlauf nicht ausreichen und die Kunden (und Anteilseigner) daher eine Preiserhöhung um mehr als 220% einfach so hinnehmen. 
Mag das daran liegen, daß der verbundinterne Dienstleister möglicherweise nicht so schlagkräftig ist wie andere FinTech-Anbieter? Dieser verbundinterne Anbieter hat es ja bisher nicht einmal geschafft, eine sichere App für die Windows-Umgebung bereitzustellen, wo doch eine Redensart besagt, daß der Browser dem Feind gehört ...

fair? naja
Nun gut, langer Rede, kurzer Sinn: Liebe Genossen, da habt Ihr einen langjährigen Kunden (und Genossen) derart verprellt, daß er Euer freundliches Angebot zur kurzfristigen Kündigung gerne annimmt - weil er sich nicht als Kunde und Anteilseigner wertgeschätzt fühlt. Eine Preiserhöhung um mehr als 227% ist das Wort "fair", mit dem für das VR-Giro-Plus geworben wird, nicht wert. 
Der neue Anbieter freut sich sicherlich.


Dafür bekommt man aber auch für jeden Kleingewinn beim Gewinnsparen eine Gewinnbenachrichtigung zugeschickt, die regelmäßig bereits wenige Tage nach dem Gewinn per Post eintrudelt ... statt die Kunden (und Anteilseigner) mit einer Preiserhöhung um mehr als 220% zu belasten und zu belästigen, sollte man vielleicht lieber mal an den internen Prozessen arbeiten. 


... und tschüß ... das freundliche Angebot war dann einfach zu verlockend.


PS: Erschreckend ist, daß (mutmaßlich, denn man weiß es beim besten Willen nicht) auf ein Schreiben an den Vorstand ein Brief zurückkommt, der nur meine Adresse, aber sonst keinerlei Anschreiben, keinerlei Text, keinen Bezug auf irgendwas, keine  Unterschrift, einfach gar nichts enthält - außer der Adresse ein leeres Blatt Bankbriefpapier. Nur der obige Flyer über das Kontomodell lag bei - von dem der Vorstand allerdings aus dem Anschreiben schon wußte, daß ich diesen Flyer schon kenne. 

Ja, was sind denn das für neue Sitten?
Geht man neuerdings so mit Kunden (und Anteilseignern) um? 

09.11.2017

Remember, remember, the 9th of November ...

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Was ist nicht alles am 09.November passiert ...

Und ausgerechnet am 09.November, dem Tag der Pogromnacht, wo aus rassistischen Motiven jüdische Gebäude in Brand gesteckt wurden, verurteilt ein Richter in Heilbronn zwei Menschen, die aus rassistischen Motiven ein (zum Glück noch nicht bewohntes) Flüchtlingsheim angesteckt haben, zu mehrjährigen Haftstrafen.

Ein schönes Symbol, wenns denn bewußt terminiert war.

Bericht der STIMME

31.10.2017

UPDATE: Die Bank will nur Dein Bestes /2

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... systemrelevant ...
Immerhin hat der örtliche Filialleiter auf Nachfrage doch recht schnell reagiert und mir ein anderes Kostenmodell, das den schönen Namen "Plus" trägt, zukommen lassen, ein All-inclusive-Paket sozusagen. 

Das bringt mir fast aufs Haar genau genau das, was ich bisher habe, und zwar zu einem Preis von nur 9€ im Monat - geradezu ein Schnäppchen, kostet das doch für fast identische Leistung nicht einmal ganz das Dreieieinhalbfache von dem, was ich heute bezahle. Sondern nur eine Preissteigerung um 227% - ein Preismodell  
"Plus 227%" 

Dank, Dank, Dank, für so ein großherziges Angebot. 

Nicht daß der neue Besen in der Vorstandsetage die kleine RaiBa auf systemrelevantes Weltniveau bringen will?

Aber da geht sicher noch mehr: Wie wäre es mit umsatzabhängigen Gebühren? Einfach pro Transaktion 1% in die Kasse der Bank ...

Ich glaube, ich rufe mal bei Dirk Nowitzki an ...

PS: nur "fast" identisch ist die Leistung deshalb, weil der Ausdruck von Kontenauszügen jetzt auch was kosten soll. Oder ich hole die mir elektronisch ab - aber dann kostet mich der Ausdruck daheim natürlich auch wieder was ... ja, die sind schon sehr erfinderisch.

30.10.2017

Die Bank will nur Dein Bestes ... Dein Geld

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Ich weiß jetzt, warum die Banken die Abschaffung des Bargelds in die Diskussion bringen - weil sie sich dann noch viel besser an den Konten ihrer Kunden bedienen können! 

Vor vielen vielen Jahren habe ich bei einem Umzug meine Konten bei einem örtlichen genossenschaftlichen Institut eingerichtet - damals war zum Girokonto alles kostenlos, Homebanking war was ganz Neues und Revolutionäres und generell war die Kostenloskultur sowieso en vogue. Und es war ja auch wirklich genug Geschäft rund um das Girokonto zu machen: Da mal ein Bausparverträgle, vielleicht noch ein kleiner Hypothekenkredit, an Überziehungszinsen verdient das Institut sowieso und schließlich lagen ja auch noch die genossenschaftlichen Versicherungsgesellschaften und die UNION Investment auf der Lauer .... aber mir war es schon wichtig, eine lokal engagiertes Institut zu haben. Und so wurde ich dann auch Genosse bei einem der örtlichen genossenschaftlichen Institute. 

Vor einigen Jahren wurde dann ein Bezahlmodell eingeführt, all das, was vorher umsonst war, kostete jetzt 8,25€ pro Quartal. Das führte zwar zu einer gewissen Unzufriedenheit, aber das Bauchgrimmen hielt sich in Grenzen - schließlich nutzte ich die zusätzlichen Kostentreiber wie Scheckeinreichung  (das kann man selbst einer Versicherung klarmachen, daß man keinen Scheck will) oder Bartransaktionen so gut wie nicht.Und 2,75€ pro Monat, das kann man verschmerzen, da lohnt sich das Nachdenken über einen Kontenwechsel noch nicht wirklich. 

Aber was jetzt kommt, empfinde ich als sehr dreist: 


Der "Monatsbeitrag" soll von 2,75€ auf 4,00€ erhöht werden, das ist in der Tat schon eine
Preiserhöhung um knapp 45%!  
Aber das ist noch nicht alles: Es kommen auf jede einzelne Transaktion (außer für 4 Barauszahlungen - die dann aber auch am Schalter gemacht werden können - pro Monat) weitere Kosten auf mich zu! 


  • Zahle ich bei Aldi mit Karte, dann bezahle ich über den Preis sowieso schon die Gebühr, die ALDI für das Bezahlsystem entrichtet - aber mich soll das zusätzlich 20ct pro Buchung extra kosten.
  • Überweist mein Chef mir das Gehalt, soll ich künftig 20ct dafür bezahlen.  
  • Überweist die Bank mir die Zinsen ... behält sie auch dafür gleich mal 20ct ein.   
  • Ich verkaufe etwas bei ebay - und die Bank ist wieder mit 20ct am Erlös beteiligt.   
  • Der Kleingewinn beim Gewinnsparen reduziert sich von 5€ auf 4,80€  (und dafür senden die mir bisher auch noch eine Gewinnbenachrichtigung per normaler Post, die dann 2 Tage nach dem Geld bei mir eintrifft ...)
  • Ziehen mein Stromanbieter, mein Handyanbieter, mein Festnetzanbieter, mein Gaslieferant und mein Diesellieferant ihre monatlichen Beträge ein - dann ist schon wieder insgesamt 1€  beim Teufel bei der Bank.
Bei 25 derartiger Buchungen sind das 5€ im Monat, bei 50 macht das einen ganzen Zehner pro Monat aus - im Jahr also eine dreistellige Summe! 
Aber es ist nicht alles schlecht: Es kostet nämlich nicht alles 20ct - nein, wenn ich eine Rechnung per Homebanking bezahle, kostet das nur 10ct. 

Also zusammengerechnet: Heute zahle ich pro Monat 2,75€.
Ab 1.Januar soll ich -wenn ich mit 50 Buchungen pro Monat rechne- knapp 14€ zahlen. Das ist dann eine Preiserhöhung für die fast identische Leistung von sage und schreibe 
mehr als 400% (in Worten: vierhundert, echt jetzt)
Unfaßbar. Nun gut, der Mensch kann sich ja beschränken ...beschränkte ich mich also auf 25 Buchungen, zB indem ich die Kreditkarte nutze, die nur eine Abbuchung im Monat macht, dann wäre das eine Preiserhöhung um "nur" etwas über 200% - das ist ja dann fast noch erträglich. 

Der Filialleiter möchte mir auf meinen Hinweis, daß er Kunden verlieren könnte, ein Angebot mit einem anderen Modell machen (von dieser Möglichkeit habe ich in der Mitteilung über das Preismodell nichts gefunden - oder ich habe es in meinem Schockzustand einfach überlesen) - ich bin gespannt ... aber nicht wirklich hoffungsvoll. 

Würde mich jemand fragen, ob ich mit der Gesamtsituation unzufrieden bin, würde ich das bejahen. 

Ich werde also die beiden Feiertage zum Preisvergleich von Internet- und sonstigen Instituten nutzen, damit ich das Angebot des Filialleiters, das hoffentlich umgehend kommen wird, im Marktumfeld auch richtig einschätzen kann. Denn JETZT lohnt es sich wirklich, sich umzuschauen.

Und das ist dann die Bank, die laut Eigenwerbung zuhören will ...

DAS MERK ICH MIR.


PS: nur "fast" identisch ist die Leistung deshalb, weil der Ausdruck von Kontenauszügen jetzt auch was kosten soll. Oder ich hole die mir elektronsich ab - aber dann kostet mich der Ausdruck daheim natürlich auch wieder was ... ja, die sind schon sehr erfinderisch. Ob das unter anderem daran liegt, daß kürzlich erst ein neuer Vorstand ins Amt eingeführt wurde?

Update 31.10.2017

28.10.2017

Du hasts geschafft, ...

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Symbolbild


... wenn Dir als "Zugezogener" der Bürgermeister eine Grabstätte auf dem alten Teil des Dorffriedhofs anbietet ...